Zehn Jahre Trading, und das meiste Geld verlor ich an mich selbst
Die Tipps stimmten. Die Analysen stimmten. Verloren habe ich trotzdem — an einen Stop-Loss, den ich nicht gesetzt habe, und an einen Blick auf den Angst-Index, den ich mir gespart habe. Eine Beichte mit Quellenangabe.
Von Leif Daniel Schmidt · Temple of Fortune · Aktualisiert:

Schnellantwort
Weil das Wissen nie das Problem war, sondern die Umsetzung im emotionalen Moment. Ich habe rund zehn Jahre durchgehend gehandelt und unterm Strich mehr gewonnen als verloren — aber das meiste Geld, das ich verlor, verlor ich nicht an falsche Analysen, sondern an ausgelassene Basics: kein Stop-Loss, kein Blick auf den Angst-Index, Verkauf aus Angst, Halten aus Hoffnung. Dieses Muster hat einen Namen und ist seit 1985 beschrieben: der Dispositionseffekt. Es zu kennen schützt nicht davor. Deshalb steht am Ende dieser Geschichte kein besserer Newsletter, sondern der Versuch, Regeln so festzuschreiben, dass sie im emotionalen Moment nicht verhandelbar sind. Ob das bei mir funktioniert, ist offen — belegen kann das erst ein öffentlicher Track-Record, und den gibt es noch nicht.
Meinung und Erfahrungsbericht. Das hier ist meine Geschichte, keine Anleitung. Die Zahlen aus Studien sind belegt und verlinkt; meine eigene Geschichte ist ein Einzelfall und beweist gar nichts. Genau deshalb erzähle ich sie.
Die Bilanz, die ich nicht gern aufschreibe
Ich handle seit rund zehn Jahren durchgehend, seit 2015/16, Kryptos und Aktien. Unterm Strich habe ich mehr gewonnen als verloren.
Und damit das nicht nach Können klingt, hier der konkrete Grund: Ich habe Bitcoin bei 500 Euro gekauft und gehalten. Die einzige Entscheidung, die wirklich etwas gebracht hat, war eine, bei der ich nichts getan habe. Kein Timing, keine Analyse, keine Disziplin — Geduld und Glück in der richtigen Reihenfolge.
Und jetzt der Teil, der in dieser Branche fast nie kommt: Beweisen kann ich dir das nicht. Es gibt hier keinen Screenshot, keinen Depotauszug, keine Messreihe — und das ist Absicht: Ein Screenshot ist die wertloseste Währung dieses Gewerbes, jeder kann einen bauen, und wer dir mit einem kommt, will dir etwas verkaufen. Sei dir also über den Status dieses Textes im Klaren: Er enthält kein exklusives Primärmaterial. Meine Bilanz ist die unbelegte Selbstauskunft eines Mannes, der dir gleich erklären wird, warum Selbstauskünfte nichts wert sind. Sie trägt in diesem Text kein einziges Argument. Alles, worauf es hier ankommt, sind fünf peer-reviewte Studien — sie stehen unten mit DOI und sind ohne mich nachprüfbar.
Alles, was ich in denselben zehn Jahren aktiv und mit Überzeugung getan habe, hat dieses Ergebnis nicht verbessert. Es hat daran gezehrt.
Und trotzdem: Das meiste Geld, das ich in diesen zehn Jahren verloren habe, habe ich nicht an falsche Analysen verloren.
Ich habe es an mich selbst verloren.
Das ist keine Koketterie. Es ist die genaueste Beschreibung, die ich für den Vorgang habe. Die Analysen stimmten oft. Die Tipps, die ich Mitte zwanzig in Berlin von Freunden aus der echten Finanzwelt bekam — Leute, die Millionen bewegten —, stimmten am Ende fast immer. Ich verlor trotzdem.
Ich verkaufte zu früh, weil ich Angst hatte. Ich hielt zu lange, weil ich hoffte.
Der Fehler hat einen Namen, und er ist älter als ich
Als ich das zum ersten Mal jemandem erzählte, bekam ich eine unangenehme Auskunft: Mein persönliches Drama ist ein Lehrbuchkapitel.
Shefrin und Statman haben das Muster 1985 beschrieben und ihm einen Namen gegeben: die Neigung, Gewinner zu früh zu verkaufen und Verlierer zu lange zu halten. Der Dispositionseffekt. Sie führen ihn nicht auf Dummheit zurück, sondern auf ein Bündel sehr menschlicher Mechanismen — mentale Buchführung, Reue-Vermeidung, mangelnde Selbstkontrolle — und sie zeigen, dass Steuermotive allein die beobachteten Muster nicht erklären.
Dreizehn Jahre später hat Terrance Odean nachgemessen, statt zu theoretisieren. Er wertete die Handelsdaten von 10.000 Depots eines großen Discount-Brokers aus. Ergebnis: Diese Anleger realisierten Gewinne deutlich lieber als Verluste. Es lag nicht am Umschichten. Es lag nicht an den Handelskosten billiger Aktien. Und — der Satz, der wehtut — es war durch die spätere Wertentwicklung nicht gerechtfertigt. Bei steuerpflichtigen Depots war das Verhalten schlicht suboptimal.
Ich hatte also keinen originellen Fehler. Ich hatte den häufigsten.
Was 66.465 Haushalte über mich verraten
Die zweite Studie, die ich mir hätte früher ansehen sollen, heißt so, wie sie heißt: „Trading Is Hazardous to Your Wealth”. Barber und Odean untersuchten 66.465 Haushalte bei einem großen Discount-Broker zwischen 1991 und 1996.
Die Zahlen gehören präzise zugeordnet, sonst verzerren sie: Die Haushalte, die am meisten handelten, erzielten 11,4 Prozent Jahresrendite. Der Markt lieferte im selben Zeitraum 17,9 Prozent. Der Durchschnittshaushalt kam auf 16,4 Prozent und wälzte dabei 75 Prozent seines Depots pro Jahr um. Die große Lücke betrifft also die Vielhandler, nicht jeden; aber auch der Durchschnitt lag hinter dem Markt.
Der Abstand entstand nicht dadurch, dass diese Leute die falschen Aktien auswählten. Er entstand dadurch, dass sie handelten. Die Erklärung, die die Autoren anbieten, ist Selbstüberschätzung: Wer glaubt, mehr zu wissen, handelt mehr — und bezahlt dafür.
Ich habe diesen Absatz mehrfach gelesen und mich jedes Mal darin wiedergefunden.
Warum das Wissen nicht half
Und jetzt kommt der Teil, um den es mir eigentlich geht.
Ich kannte das alles. Nicht jede Studie beim Namen, aber die Mechanik. Ich konnte dir erklären, warum man Verluste laufen lässt und Gewinne abschneidet — die Ursache liegt in der Prospect Theory von Kahneman und Tversky: Ein Verlust wiegt schwerer, als ein gleich großer Gewinn sich gut anfühlt. Solange die Position offen ist, ist der Verlust nur eine Zahl auf dem Schirm. Verkaufst du, wird er wahr. Also verkaufst du nicht.
Ich verstand das intellektuell. Die Umsetzung: eher mäßig.
Das ist der ganze Witz, und es hat ein Jahrzehnt gedauert, bis ich ihn kapiert habe. Wissen und Verhalten sind zwei verschiedene Systeme. Das eine arbeitet am Schreibtisch, in Ruhe, mit Kaffee. Das andere arbeitet um 23 Uhr, wenn die Position rot ist, der Puls oben und die Hoffnung ein besseres Argument hat als jede Studie.
Meine Freunde von damals wurden reicher als ich. Nicht weil sie mehr wussten — sondern weil sie sich im Griff hatten.
Die Basics, die ich ausgelassen habe
Wenn ich meine teuersten Momente durchgehe, steht dort nie eine komplizierte Fehleinschätzung. Dort stehen ausgelassene Selbstverständlichkeiten:
- Kein Stop-Loss gesetzt. Nicht, weil ich nicht wusste, was das ist. Sondern weil ich in dem Moment glaubte, diesmal die Ausnahme zu kennen.
- Nicht auf den Angst-Index geschaut. Gemeint ist ein Stimmungsindex wie der Fear-and-Greed-Index für Krypto, der Marktstimmung auf einer Skala von 0 (extreme Angst) bis 100 (extreme Gier) verdichtet. Volle Transparenz zu dieser Quelle: Das ist das Angebot eines kommerziellen Portals, die genaue Methodik ist nicht offengelegt, und mir ist keine unabhängige, belastbare Untersuchung bekannt, die diesem Index Prognosekraft bescheinigt. Ich verlinke ihn als Anschauungsbeispiel, nicht als Empfehlung und nicht als Beleg. Was ich mir davon versprochen hätte, ist bescheidener: ein Spiegel dafür, dass ich gerade genau das tue, was alle tun — und selbst das ist eine Vermutung über mein damaliges Ich, kein Befund.
- Positionsgröße nach Gefühl. Ein bisschen mehr, wenn ich überzeugt war. Genau dann, wenn Überzeugung am wenigsten wert ist.
- Die hundert kleinen Disziplinen, die einen vor dem Absturz bewahren und alle die Eigenschaft haben, dass sie im entscheidenden Moment lästig sind.
Nichts davon ist Geheimwissen. Alles davon steht in jedem Anfängerbuch. Und genau deshalb ist es so bitter.
Was die Studien nicht hergeben
Ich habe oben Zahlen genannt, also gehört die Gegenrede dazu — sonst mache ich denselben Fehler, den ich anderen vorwerfe.
Der naheliegendste Einwand zuerst: Diese Studien stammen aus US-Discount-Brokerage-Daten der Neunziger. Kein Krypto, keine Smartphone-App, keine 24/7-Märkte, keine Null-Kommission. Man könnte also hoffen, dass sich das Problem seither erledigt hat.
Diese Hoffnung ist untersucht worden. Barber, Huang, Odean und Schwarz haben 2022 die Nutzer einer provisionsfreien Handels-App ausgewertet. Deren Anleger handeln stärker aufmerksamkeitsgetrieben als andere Privatanleger — teils, weil die App unerfahrenere Menschen anzieht, teils wegen ihrer besonderen Gestaltung. Und intensives Kaufen durch diese Nutzer sagt negative Renditen voraus: Für die meistgekauften Aktien eines Tages lag die durchschnittliche abnormale Rendite über 20 Tage bei −4,7 Prozent.
Die App hat den Effekt also nicht behoben. Sie hat ihn beschleunigt.
Trotzdem, und das ist die ehrliche Einschränkung: Die 11,4 Prozent gelten für die aktivsten Händler, die 17,9 Prozent sind die Marktrendite des Zeitraums — beides sind Querschnittsdurchschnitte über Zehntausende Haushalte, sie beweisen nicht, dass Handeln bei dir persönlich die Ursache deiner Rendite ist. Selbstüberschätzung ist eine plausible Erklärung, nicht die einzige. Die Robinhood-Auswertung misst Aufmerksamkeitseffekte, nicht meinen Dispositionseffekt; sie stützt meine Geschichte thematisch, nicht beweisend. Und der Dispositionseffekt gehört zwar zu den besser replizierten Befunden der Verhaltensökonomie, aber „besser repliziert” heißt in diesem Feld nicht „erledigt”.
Und meine eigene Geschichte? Ist ein Einzelfall, unbelegt, siehe oben. Sie ist der Anlass dieses Textes, nicht sein Beweis. Wenn du aus meinen zehn Jahren eine Regel für dein Depot ableitest, hast du den Text falsch gelesen.
Was ich heute anders mache — und was du davon ohne mein System hast
Der nützlichste Teil dieses Textes kostet nichts und braucht keine Software. Es sind die Konsequenzen, die ich aus den vier Punkten oben gezogen habe, und sie funktionieren auf einem Zettel genauso wie in Code:
- Der Stop steht, bevor die Position steht. Nicht danach, nicht „wenn es dumm läuft”. Vorher, schriftlich, mit einer Zahl. Nach dem Einstieg ist dein Urteil kompromittiert — du hast dann eine Meinung und ein Interesse.
- Positionsgröße ist eine Rechnung, kein Gefühl. Die einzige sinnvolle Frage lautet: Was darf dieser eine Trade kosten, wenn ich falsch liege? Erst dann kommt die Größe. Nicht umgekehrt.
- „Diesmal ist es anders” ist ein Symptom, kein Argument. Wenn dieser Satz auftaucht, bist du nicht schlauer als sonst — du bist mitten im Dispositionseffekt. Bei mir war dieser Gedanke der zuverlässigste Frühindikator für einen teuren Tag.
- Rechne die Reibung vor dem Einstieg aus. Kosten pro Runde mal Anzahl der Runden. Diese Zahl entscheidet öfter über das Ergebnis als die Richtung.
- Schreib die Regel auf, solange du ruhig bist. Der einzige Mensch, der dich um 23 Uhr überstimmen kann, ist der, der du um 11 Uhr morgens warst. Gib ihm etwas Schriftliches in die Hand.
Punkt 5 ist der ganze Trick. Was du vorab festschreibst, verhandelt nicht mit dir. Ein Zettel neben dem Bildschirm ist bereits eine Form davon — er ist nur leichter zu ignorieren als ein Programm.
Die Konsequenz: Regeln, die halten, wenn ich es nicht tue
Aus dieser Bilanz folgt für mich genau eine Sache, und sie ist unromantisch.
Wenn das Wissen nie das Problem war, dann löst mehr Wissen es nicht. Ein weiterer Newsletter mit Tipps hätte mir nichts gebracht — ich hatte die besten Tipps, die man haben kann, direkt von Leuten, die davon lebten. Was mir fehlte, war etwas, das im Moment der Emotion nicht verhandelt.
Also habe ich angefangen, meine Regeln in Software zu gießen — zuerst nur für mich, dann für meine Familie, inzwischen für Freunde. Wie und warum das entstanden ist, steht in meiner Geschichte — dort steht auch, warum ich diesem Gewerbe gegenüber grundsätzlich misstrauisch bin.
Und hier gehört die wichtigste Einschränkung des ganzen Textes hin, weil sie seine Kernthese betrifft: Ob dieses System bei mir tatsächlich funktioniert, ist empirisch offen. Die Literatur oben belegt das Problem — sie belegt nicht meine Lösung. Belegen könnte das nur ein öffentlicher, nachprüfbarer Track-Record, und den gibt es noch nicht. Bis er existiert, ist „System schlägt Wissen” in meinem Fall eine Hypothese mit guter Literaturlage und ohne eigenen Beweis. Ich schreibe das so deutlich hin, weil ich sonst genau das täte, was ich anderen vorwerfe: eine unbelegte Selbstauskunft als Ergebnis verkaufen.
Zwei Dinge gehören außerdem dazu, damit das hier kein Werbetext wird.
Erstens: Ein System löst nur die Umsetzungslücke, nicht die Physik. Disziplin repariert kein kaputtes Kostenmodell. Wer eine falsch kalkulierte Regel perfekt befolgt, verliert nur pünktlicher als vorher. Ich habe für einen früheren Text nachgerechnet, was unser eigenes Handeln tatsächlich gekostet hat — auch das ist eine Eigenauswertung ohne externe Prüfung, und genau so ist sie dort gekennzeichnet: Die Zahlen, ihre Herleitung und ihre Schwächen stehen offen in der Gebühren-Wahrheit. Für diesen Text zählt nur die schmale, quellenunabhängige Lehre: Alles, was ich oben beschrieben habe, passiert zusätzlich zu deiner Kostenstruktur, nie an ihrer Stelle.
Zweitens: Der Mensch bleibt trotzdem am Tisch sitzen. Ein System nimmt dir die Ausführung ab, nicht das Aushalten. Dass die Regulation des eigenen Nervensystems dabei kein Wellness-Thema ist, sondern Handwerk, ist ein eigenes Kapitel — und die Evidenz ist bescheidener, als die Ratgeber behaupten: Langsames Atmen senkt die Anspannung messbar, aber kleiner als erhofft. Was die Studien hergeben und wo sie schweigen, steht in der Auswertung zu Atemtechniken am Desk.
Verkauft wird hier nichts, bevor der genannte Track-Record existiert. Bis dahin gibt es das, was ich habe: die Fehler, die Studien und die Bereitschaft, beides hinzuschreiben — samt der Lücke dazwischen.
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Häufige Fragen
- Was ist der Dispositionseffekt?
- Die Neigung, gewinnende Positionen zu früh zu verkaufen und verlierende zu lange zu halten. Shefrin und Statman haben ihn 1985 beschrieben, Odean hat ihn 1998 an den Handelsdaten von 10.000 Depots gemessen: Die Anleger realisierten Gewinne deutlich lieber als Verluste — und das ließ sich weder mit Umschichtung noch mit Handelskosten noch mit der späteren Wertentwicklung rechtfertigen.
- Heißt das, aktives Handeln ist grundsätzlich falsch?
- Das steht hier nicht. Barber und Odean haben gezeigt, dass die Haushalte, die am meisten handelten, im Schnitt weit hinter dem Markt lagen — das ist ein Befund über 66.465 Haushalte in den Neunzigern, keine Aussage über dich. Die brauchbare Lehre ist bescheidener: Jede Aktivität muss ihre eigenen Kosten und ihre eigene Fehleranfälligkeit erst einmal verdienen.
- Wenn du die Studien kennst — warum hat dich das nicht gerettet?
- Weil Wissen und Verhalten zwei verschiedene Systeme sind. Ich konnte den Dispositionseffekt erklären, während ich ihn ausführte. Genau das ist der Punkt dieses Textes: Der Fehler passiert nicht am Schreibtisch, wo man nachdenkt, sondern im Moment, in dem die Position rot ist und der Puls oben.
- Was folgt daraus für Temple of Fortune?
- Nüchtern betrachtet: erst einmal eine Verpflichtung, nichts zu behaupten. Wenn mehr Wissen mein Problem gelöst hätte, wäre es nach zehn Jahren gelöst gewesen. Die These, dass festgeschriebene Regeln die Lücke schließen, ist in meinem Fall unbewiesen, solange kein öffentlicher, nachprüfbarer Track-Record existiert. Bis dahin wird hier nichts verkauft — dokumentiert werden die Fehler, die Studien und irgendwann die Ergebnisse, inklusive der Fehlschläge.
Quellen
- Shefrin & Statman (1985): The Disposition to Sell Winners Too Early and Ride Losers Too Long. The Journal of Finance 40(3), 777–790
- Odean (1998): Are Investors Reluctant to Realize Their Losses? The Journal of Finance 53(5), 1775–1798
- Barber & Odean (2000): Trading Is Hazardous to Your Wealth. The Journal of Finance 55(2), 773–806
- Kahneman & Tversky (1979): Prospect Theory — An Analysis of Decision under Risk. Econometrica 47(2), 263–291
- Barber, Huang, Odean & Schwarz (2022): Attention-Induced Trading and Returns — Evidence from Robinhood Users. The Journal of Finance 77(6), 3141–3190
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